"Bücherstübchen Lieschen"

Öffnungszeiten: Montag + Freitag von 15:30 – 17:30 Uhr oder nach telefonischer Absprache unter 0163-666 45 31

Für alle leseinteressierten Kinder mit aktueller und klassischer Kinderliteratur, vielen lustigen Bilderbüchern, – sogar zweisprachig in plattdeutsch, englisch, französisch und spanisch -, mit spannendem Lesestoff zum Ausleihen, Anschauen, Schmökern oder Vorlesen.

Das „Lieschen“ soll zukünftig Treffpunkt und Kommunikationsort für gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen sein: wir können dort basteln, malen, lesen, Bilderbuchkinos anschauen und vieles mehr! Also schaut mal rein!

Die Grundausstattung mit Büchern und Medien wurde durch Förderungen der OLB-Stiftung der Oldenburgischen Landesbank AG und der NeuhWerd – Energie und Co. KG ermöglicht. Wir bedanken uns hierfür sehr herzlich bei beiden Fördergebern!

 

Lesetipps für Mai 2022

Susanna Isern u. Ana Gomez: „Ella Piratella“

Lesealter: ab 4 Jahre

Ella hat nur ein Ziel: Sie will Piratin auf der Schwarzen Mamba werden – dem gefährlichsten Piratenschiff aller Zeiten. Doch bevor sie eine echte Piratin werden kann, muss sie allerhand schwierige Prüfungen bestehen. Der fiese Kapitän Schlitzohr testet ihre Stärke, ihren Mut und ihre Schnelligkeit. Ella meistert alle Aufgaben mit Bravour, doch trotzdem will der Kapitän sie nicht in seine Besatzung aufnehmen: Weil sie ein Mädchen ist! Kann Ella die Piraten dennoch von sich überzeugen und sich ihren Wunsch erfüllen?

Susanna Isern u. Ana Gomez: „Ella Piratella“ (ISBN: 978-3-7514-0030-5; Dressler Verlag; 2022; 48 Seiten; 15,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Maike Siebold: „Rille aus dem Luftschacht“

Lesealter: ab 8 Jahre

Originell und tiefgründig – das erste Kinderbuchdebüt von Maike Siebold.
Maike Siebold erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Familienzusammenführung in einem spannenden Setting.

Vier Wochen Hausarrest wegen einem Blauen Brief! Völlig übertrieben, findet Roderich. Nicht mal zum Fußballtraining darf er. Und dann hört er auch noch seltsame schlürfende Geräusche im Fahrstuhl – ganz klar: ein Geist! Blöd nur,
dass Roderich vor Schreck seinen nagelneuen Fußball im Fahrstuhl liegen lässt
und der Fahrstuhl-Geist ihn einfach mitnimmt. Aber wie kann er den von einem Geist zurückbekommen?
„Rille“ nutzt derweil die Luftschächte, die wie Verkehrswege durch das alte Mietshaus führen, um das Leben der Bewohner unter die Lupe zu nehmen. So kommt sie nicht nur ihrem Familiengeheimnis auf die Spur, sondern hilft gemeinsam mit Roderich den Mietern bei so manchem Problem. Mit Rille aus dem Luftschacht können
Lesepunkte bei Antolin gesammelt werden.

Maike Siebold: „Rille aus dem Luftschacht“ (ISBN: 978-3-96594-059-8; Südpol Verlag; 2020; 164 Seiten; 14,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für April 2022

Martin Baltscheit u. Claudia Weikert: „Der kleine Esel Liebernicht

Lesealter: ab 4 Jahre

Ein warmherziges, lustig illustriertes Bilderbuch über Freundschaft und über ein unverhofftes Glück, deshalb auch die Empfehlung: 

„Für all die klein- und großherzigen Esel unter uns“

Der kleine Esel Liebernicht ist der 1. Band einer neuen Bilderbuchreihe. Die Geschichten handeln von einem kleinen, sturen Esel, der zusammen mit seinen Freunden, dem belesenen Schwein, der gutmütigen Kuh, dem schwarzen Schaf, dem quirligen Zicklein und den liebenswürdigen Hühner-Schwestern auf einem alten Bauernhof lebt. Als die alte Bäuerin Kathie den Bauernhof verlässt und die junge Claire übernimmt, machen sich die Tiere große Sorgen: Claire besitzt keine Gummistiefel und hat auch keinen Schimmer, wie man einen Bauernhof führt. Was soll jetzt nur werden? Doch dann… kommt ein kleiner, blauer und ziemlich eigensinniger Esel auf die Welt und erobert Claires Herz im Sturm. Den Hof jetzt noch abgeben? Lieber nicht!!!

Folgebände: 

  • Der kleine Esel Liebernicht – Einschlafen ? Lieber nicht!
  • Der kleine Esel Liebernicht – Baden ? Lieber nicht!
  • Der kleine Esel Liebernicht – Krank sein ? Lieber nicht!

Martin Baltscheit u. Claudia Weikert: „Der kleine Esel Liebernicht“ (ISBN: 978-3-7432-0731-8; Loewe-Verlag; 2021; 40 Seiten; 14,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Ursula Poznanski: „EREBOS“

Lesealter: ab 12 Jahre

Eine fesselnde Darstellung des gleichnamigen Computerspiels. Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen und zieht alle jugendlichen Akteure in eine virtuelle Welt mit hohem Suchtpotential und gefährlichen Konsequenzen.

In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten.

Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden. Auch Nick ist süchtig nach Erebos – bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen …

Erebos erhielt 2011 den Deutschen Jugendbuchpreis.

Ursula Poznanski: „EREBOS“ (ISBN: 978-3-7855-7361-7; Loewe-Verlag; 2020; 486 Seiten; 9,95 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für März 2022

Friederun Reichenstetter u. Hans-Günther Döring: „Schlau wir der Fuchs, treu wie der Hund – Wie Tiere lieben, fühlen und denken“

Lesealter: ab 4 Jahre

Ein schönes Buch, um schon kleine Kinder für das wichtige Thema Tierschutz zu sensibilisieren – denn je mehr wir über Tiere verstehen, desto wertschätzender gehen wir mit ihnen um. Dies wird mit diesem Buch deutlich und ausdrucksstark gezeigt!

Warum heißt es eigentlich „Schlau wie ein Fuchs?“. Ist an „Du dummer Esel“ wirklich etwas Wahres dran?

Warum können Hunde Schafe beaufsichtigen, Katzen aber nicht? In diesem Bilderbuch geht es um typische Charakterzüge von Tieren. Es gibt 13 kurze Geschichten, mit spannenden Zwischenfragen. Rechts und links gibt es kleine Spalten mit Erklärungen zu ähnlichen Tieren, die in der Kurzgeschichte gerade vorgestellt wurden. Manchmal sind die Verhaltensweisen ähnlich. So lernen Kinder verschiedene Tiergruppen zu verknüpfen und erkennen Verhaltensmuster der Tiere wieder. Schön erklärt ist auch der Unterschied zwischen Nutz- und Wildtieren und wie wir Menschen uns spezielle Eigenschaften der Tiere zu Nutzen machen. Kinder merken so, dass auch Tiere ein Herz und Gefühle haben und gut behandelt werden wollen. Außerdem erfahren sie hier von ungeahnten „Superkräften“, die in manchen Tieren stecken und dass wir Menschen ohne die Tiere so gut wie nicht auskommen würden. Super ist auch die Audio CD um das Gesehene noch einmal zu vertiefen.

Friederun Reichenstetter u. Hans-Günther Döring: „Schlau wir der Fuchs, treu wie der Hund – Wie Tiere lieben, fühlen und denken“ (ISBN: 978-3-401-71699-2; Arena Verlag; 2021; 32 Seiten; 14,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Antje Szillat: „Flätscher – Die Sache stinkt!“

Lesealter: ab 8 Jahre

(Band 1, aber …. es gibt insgesamt schon 7 spannende Krimi-Bände, wir haben die ersten drei im „Lieschen“ parat!)

Wer braucht hier einen Plan? Wir haben doch Flätscher !

Flätscher, coolstes Stinktier der Stadt, landet auf der Suche nach seiner Lieblingsspeise im Jutesack des verärgerten Spitzenkochs Bode. Nur durch einen gewagten Sprung und den eiskalten Einsatz seiner Stinkekanone kann er sich retten – ausgerechnet in das Hosenbein von Bodes Sohn Theo. Das ist nicht nur der Anfang einer dicken Freundschaft, sondern auch der Beginn der größten Super-Detektiv-Karriere aller Zeiten! Denn die beiden, Flätscher und Theo gründen noch am selben Tag die Hinterhof-Detektei. Sekretärin wird Zwergwiesel-Dame Cloe. Rückendeckung und Hilfe garantiert die O-Clique: der Kellermäuse Olaf, Mo, Jo und Flo. Kaum vollzählig, braut sich schon der erste Fall zusammen – und Flätscher erhebt seine berühmte Spürnase…

Übrigens: Zu diesem Buch findet ihr Quizfragen auf antolin.westermann.de

Die Autorin hat mit ihren „Flätscher-Büchern“ temporeiche, witzige Geschichten kreiert, die gerade Kindern ab 8 Jahren super gefallen werden, aber auch den Älteren Freude bereiten. Freundschaft und gegenseitige Unterstützung, das Ganze witzig verpackt, so dass es immer etwas zum Lachen gibt. Ein bisschen Spannung ist auch gegeben, aber keineswegs zu viel.

Besonders lustig finde ich, wie Flätscher sich aufregt, wenn er als Ratte, Katze, Marder oder sogar als Hund bezeichnet wird und natürlich auch, wenn er seine Stinkpistole loslässt.

Antje Szillat: „Flätscher – Die Sache stinkt!“ Band 1 (ISBN: 978-3-423-76156-7; DTV Verlag; 2016; 128 Seiten; 10,95 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für Februar 2022

Cenk Korkmaz u. Vanessa Sali: „Paul das Schnabeltier“

Lesealter: ab 4-5 Jahre

Diese liebenswerte „Gute-Nacht-Geschichte“  handelt vom „Anderssein“ und „Dazugehören“  und ist erst seit Kurzem auf dem Markt. (Ich bin aber jetzt schon ein Paul-Fan!)

Das kleine Schnabeltier Paul hat zwar viele Gemeinsamkeiten mit anderen Tieren, z.B. einen Entenschnabel, Schwimmhäute oder… einen Biberschwanz – aber Paul gehört trotzdem nirgends so richtig dazu, weder zu den Enten, noch zu den Fröschen oder den Bibern. Die Symbolik des Schnabeltiers, einem eierlegenden Säugetier als Außenseiter, ist sehr treffend gewählt!

Die Geschichte greift aber nicht nur die Thematik des Andersseins auf, sondern erzählt auch von Freundschaft, Mut, Reue und Vergebung. Darüber hinaus behandelt sie auf liebevolle Art und Weise die Mutter-Kind-Beziehung und gibt einer Mutter beim Vorlesen viel Gelegenheit, Dinge auszusprechen, die man den kleinen Rackern als Mutter gerne öfter sagen würde, aber nicht unter die Nase reiben will, weil sie selbstverständlich sind (wie bspw. die aufopferungsvolle Fürsorge, mit der sich jede Mutter um ihre Kinder kümmert).

Unsere Vorlesegeschichte beginnt leichtherzig,  wie ein klassisches Märchen mit…. «Es war einmal…» und nimmt zunehmend Fahrt auf. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt, als Paul und seine neuen Freunde ein kleines Bärenmädchen vor dem Ertrinken retten. Die Geschichte endet mit einem versöhnlichem und rührendem „Happy End“, so dass man als Kind dann auch gut, beruhigt und mit vielen schönen Gedanken einschlafen kann. Das Buch ist übrigens sehr liebevoll illustriert.

Die letzten 6 Seiten sind dem Schnabeltier an sich gewidmet und informieren über sein „Auf-die-Welt-kommen“,  sein Aussehen und  seine Schwimmkünste. 

Cenk Korkmaz u. Vanessa Sali: „Paul das Schnabeltier“ (ISBN: 13-978-3952552704; Fuchs & Panda Verlag; 2021; 62 Seiten; 28,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Kirsten Boie: „Heul doch nicht, du lebst ja noch“

Lesealter: ab 12-13 Jahre

Drei  Kinder bzw. Jugendliche im zerbombten Hamburg unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Die Stadt liegt in Trümmern. Mittendrin leben Traute, Hermann und Jakob, der sich in den Trümmern versteckt, weil seine jüdische Mutter deportiert worden ist. Jakob nennt sich allerdings Friedrich, denn niemand soll erfahren, dass er Jude ist. Als Hermann, der sich um seinen schwer versehrten Vater kümmern muss, ihm dennoch auf die Spur kommt, will er nichts mehr mit Jakob zu tun haben.

Hermann sieht sich um seine Kindheit beraubt, während Traute ihren verschollenen Freundinnen nachtrauert und sich nach Alltag und Schule sehnt. Schuld, Wahrheit, Angst und Wut sind die zentralen Themen dieses Buches, dessen jugendliche Hauptfiguren durch die Schrecken des Krieges und der Naziherrschaft miteinander verbunden sind.

Und… für die es doch immer wieder Lichtblicke gibt. Können sie die Kraft aufbringen ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen? Sehr packend geschrieben! Du erfährst vieles über die Nachkriegszeit, die Nöte, Probleme, den Hunger und wie die Menschen ihren tristen Alltag bewältigt haben. Teilweise bekommst du auch einen Einblick, wie sie das Vergangene, die Naziherrschaft und den Krieg werten.

Sehr lesenswert!

Kirsten Boie: „Heul doch nicht, du lebst ja noch“ (ISBN: 978-3-7512-0163-6; Oetinger Verlag; 2022; 176 Seiten; 14,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für Januar 2022

Rocio Bonilla: „Das Glück wohnt gegenüber – Wie ich meine Nachbarn kennenlernte“

Lesealter: ab 3 Jahre

Witzig, zum Lachen und nett illustriert !!!

Wunderschöne Geschichte seine Nachbarn endlich mal kennenzulernen. In dieser Straße lebt jeder für sich. Dank eines unerwarteten Internetausfalls wird das Leben der Nachbarschaft auf den Kopf gestellt. Der stets seriös wirkende Fuchs findet endlich ein Publikum für sein geheimes Hobby – das Jonglieren. Die Maus versteckt sich nicht länger hinter ihrem Drachenkostüm und findet heraus, dass ihre Furcht vor dem Nachbarskater wirklich unbegründet ist. Und mit der Hilfe ihrer technisch begabten Nachbarin kann Frau Eule endlich wieder online Solitär spielen. Die Bewohner*innen überwinden ihre Ängste voreinander und finden endlich zusammen und entdecken ihre Talente und Gemeinsamkeiten.

Rocio Bonilla: „Das Glück wohnt gegenüber – Wie ich meine Nachbarn kennenlernte“ (ISBN: 978-3-8337-4373-3; Verlag: Jumbo Neue Medien; 40 Seiten; 15,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Stefanie Rietzler u. Fabian Grolimund: „Lotte, träumst du schon wieder?“

Lesealter: ab 10 Jahre

Ein super schönes Buch, Kinder !!!

Das Hasenmädchen Lotte hat es nicht leicht: „Trödel nicht rum!“, heißt es ständig und: „Hör auf zu träumen“. Nie kann es die Zehnjährige ihren Eltern und der strengen Lehrerin Frau Luchs recht machen. Wenn es Lotte zu viel wird, driftet sie in ihre Traumwelt ab. Dort erlebt sie Abenteuer als mutige Piratin und kämpft gegen eine Widersacherin (die ihrer Lehrerin verblüffend ähnlich sieht). Zum Glück stehen ihr ihre besten Freundinnen zur Seite, die fleißige und etwas ängstliche Ente Merle und die gemütliche Bärin Frieda, die so gerne Ballerina wäre. Lotte droht an endlosen Hausaufgaben, Tests, schlechten Noten und ihrer Vergesslichkeit zu verzweifeln. Doch dann trifft sie im verlassenen Wald auf eine seltsame Waldbewohnerin, die den Wert des Träumens kennt und sie in ein uraltes Geheimnis einweiht…

Stefanie Rietzler u. Fabian Grolimund: „Lotte, träumst du schon wieder?“ (ISBN: 978-3-456-86081-7; Verlag Hogrefe (vormals Hans Huber Verlag); 2020; 240 Seiten; 24,95 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für Dezember 2021

Ragnhild Scamell: „Wer mag Wolfie?“

Lesealter: ab 4 Jahre

„Auuuuhuuuuu!“ Der kleine Wolf mit Namen „Wolfie“ gibt sich alle Mühe schön zu singen, um die Tiere im Wald zu beeindrucken. Er ist auf der Suche nach Freunden, ist ganz traurig, weil er meint, dass keiner ihn mag.  Der kleine rote Vogel gibt ihm gute Ratschläge denn Wolfie tut ihm leid.

Aber alles haut nicht so richtig hin, bis plötzlich jemand im Wald auftaucht, die Geschichte eine Wendung nimmt und Wolfie das große Glück findet…

Ragnhild Scamell: „Wer mag Wolfie?“ (ISBN: 978-3-03876-182-2; Midas Kinderbuch; 2020; 22 Seiten; 15,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Jean Craighead George: „Julie von den Wölfen“

Lesealter: ab 12 Jahre

Band 1 der faszinierenden Julie Trilogie

Julie – oder Miyax, wie sie mit ihrem Eskimonamen heißt – wächst bei den Seehundjägern am Eismeer auf, in einer Welt aus Nordlicht und Eis, ohne Schule, in einem harmonischen Miteinander von Mensch und Tier. Doch um die Schule besuchen zu können, muss Julie zu ihrer strengen Tante in die Stadt ziehen. Von ihrem Vater wird Julie traditionsgemäß mit 13 Jahren  mit dem Jungen Daniel verheiratet.  Julie ist unglücklich, denn Daniel ist ein einfältiger, etwas geistig zurückgebliebener Junge. 

Als Daniel grob zu ihr wird, spürt Julie, dass sie nicht bleiben kann und flüchtet. Nur mit dem Allernötigsten ausgestattet, verirrt sie sich bald in der Tundra. Halb verhungert versucht Myrax-Julie sich an alles zu erinnern, was sie über das Überleben in der Wildnis gelernt hat – dann trifft sie auf ein Wolfsrudel. Sie erinnert sich an die Worte ihres Vaters Kapugen: „Brüder sind die Wölfe. Sie lieben einander wie Brüder und wenn du ihre Sprache verstehst und mit ihnen sprichst, so werden sie auch zu dir wie Brüder sein.“ Julie gewinnt nach und nach das Vertrauen und den Schutz des Leitwolfs, des großen schwarzen Amaroq…

Jean Craighead George: „Julie von den Wölfen” (ISBN: 978-3-423-71494-5; Verlag Sauerländer; 192 Seiten; 7,95 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Andreas Steinhöfel: „Es ist ein Elch entsprungen“

Lesealter: ab 8 Jahre

Und hier noch ein cooler, verdammt lustiger, weihnachtlicher 3. Lese-Tipp. 93 Seiten mit witzigen Illustrationen: Herrlich! Zum „Verschlingen“!

Andreas Steinhöfel: „Es ist ein Elch entsprungen” (ISBN: 9-783551-558049; Carlsen-Verlag Hamburg; 2021; 93 Seiten; 4,99 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für November 2021

Steffen Walentowitz: „Huckepack“

Lesealter: ab 2-3 Jahre

Huckepack durch die Welt! 

Ein liebevoller Streifzug durch die Natur, in der große Tiere die kleinen auf dem Rücken tragen. Mit wunderschönen Illustrationen! Der Jeveraner Steffen Walentowitz, hat auch unsere schönen Flyer zur Fauna und Flora des Altharlingersieler Sieltiefs und der Marsch entworfen. Das Buch ist ganz neu erschienen und zaubert ein Lächeln ins Gesicht!

Steffen Walentowitz: „Huckepack” (ISBN: 978-3-17161-5; Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH; 2021; 22 Seiten; 14,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Andreas Steinhöfel: „Beschützer der Diebe“

Lesealter: ab 12-13 Jahre

Ein super spannender Kinderkrimi!

Von wegen langweilige Ferien in der Stadt. Guddie, Dags und Olaf treffen sich am Bahnhofsvorplatz in Berlin und beschließen, lieber nicht in den Zoo zu gehen, sondern stattdessen Passanten zu verfolgen. Ausgerechnet dabei beobachtet Guddie vor dem Pergamon Museum eine waschechte Entführung.  Dem Entführten gelingt es, noch einen Zettel mit einem verschlüsselten Code aus Buchstaben und Zeichen zurück zu lassen, was die drei Freunde dazu veranlasst, dem Fall genauer nachzugehen. Nachdem sie bei der Polizei nur wenig ernst genommen werden, versuchen sie kurzer Hand den Fall selbst zu lösen. So beginnt eine abenteuerliche Verfolgungsjagd durch Berlin, bei der sie herausfinden, dass im Pergamon Museum das „Tor von Milet“ gestohlen werden soll. Mit viel Spürsinn und Kombinatorik gelingt es ihnen, den Verbrechern auf die Spur zu kommen. Unterstützt werden sie bei ihrer Jagd von einem Fotografen und dessen Freund, einer leicht verrückten Tante und von Dags dressierter Laborratte Romeo.

Andreas Steinhöfel: „Beschützer der Diebe” (ISBN: 978-3-551-35665-9; Carlsen-Verlag; 2012; 280 Seiten; 7,99 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für Oktober 2021

Annina Schmidt: „Ole & der Kirschbaum“

Lesealter: ab 2-3 Jahre

Eine Geschichte über einen kleinen Kater und die Schönheit der vier Jahreszeiten. Eine kleine, aber feine Geschichte von einem lütten Kater und einer unbeschwerten Kindheit, wie sie jedes Kind haben sollte.

Annina Schmidt: „Ole & der Kirschbaum” (Link; 11 Seiten); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Stefanie Höfler: „Helsin Apelsin und der Spinner“

Lesealter: ab 8 Jahre

Ein fesselnder Kinderroman!

Turbulent, quirlig, aufgeweckt – das ist Helsin. Genauso wild wie ihre Locken, ist auch das lebhafte Mädchen, bei dem schnell mal die Sicherungen durchbrennen, bekommt es nicht ihren Willen. Sowohl ihre Eltern als auch ihre Freunde und Klassenkameraden haben gelernt, sich mit Helsins Spinnern zu arrangieren. Doch dann kommt Louis und plötzlich bekommt Helsins Weltbild einen ziemlichen Dämpfer. Immer tiefer und tiefer rutscht sie in einen Strudel aus Lügen und Diebstahl, dem sie am Ende zwar entkommt, aber nur mit Hilfe. Doch was zählt, ist, dass Helsin schließlich erkennt, dass auch Spinner nicht unbesiegbar sind. 

Helsins Verhalten ist auffällig, stets müssen alle nach ihrer Pfeife tanzen und scheinbar rastet sie beim kleinsten Anlass aus. Trotzdem fällt es leicht, gemeinsam mit Helsin zu lachen, zu verzweifeln und Pläne zu schmieden. Stefanie Höflers Sprache ist malerisch, intensiv, voller überraschender bildhafter Beschreibungen, eindringlich und dabei trotzdem wunderbar leicht zu lesen, unterhaltsam und durchweg von einer positiven Grundstimmung getragen. Die schweren Themen dieses Buches wie Eifersucht, Rache, Gewalt, Freundschaft und Aufrichtigkeit werden so angenehm leicht, sehr herzlich und klug thematisiert.

Stefanie Höfler: „Helsin Apelsin und der Spinner” (ISBN: 978-3-4407-75554-4; Beltz & Gelberg; 205 Seiten; 12,95 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für September 2021

Marina Rüther: „Das gehört doch nicht hier hin!“

Lesealter: ab 4 Jahre

„Das gehört doch hier nicht hin“ – denken sich die Meeresbewohner, als sie den Müll im Meer entdecken. Kurzerhand sammeln die Tiere den Abfall ein und befördern ihn zurück an den Strand. Und das bleibt nicht unentdeckt. Immer mehr Menschen versammeln sich am Strand und blicken fassungslos auf ihre achtlos weggeworfenen Dinge. Als ein kleines Mädchen die Tiere um Entschuldigung bittet, beginnen die Leute, ihren Müll aufzuräumen.

Ein detailreich illustriertes Buch, das schon die Kleinsten dazu anregt, Abfall nicht einfach an Ort und Stelle fallen zu lassen. Eine abschließende Info-Seite führt die kleinen Leser weiter an die Problematik des Plastikmülls in den Meeren heran. So wird schon frühzeitig das Umweltbewusstsein geschärft.

Marina Rüther: „Das gehört doch nicht hier hin!” (ISBN: 978-3-8042-1517-7; Boyens Buchverlag; 28 Seiten; 9,95 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

David WilliamsGangsta-Oma“

Lesealter: ab 12 Jahre

Ein wunderbarer Kinder-Krimi! Er hat Witz, tolle Charaktere und die richtige Portion Ernsthaftigkeit!

Ben muss jeden Freitag bei seiner Oma verbringen, wenn seine tanzverrückten Eltern das Tanzbein schwingen. Bens Oma ist zwar nett, aber sooooooo langweilig! Immer will sie bloß Scrabble spielen und isst den ganzen Tag nichts anderes als Kohlsuppe – Igitt! Doch eines Tages findet Ben heraus, dass seine Oma ein Geheimnis hat: Sie war früher eine berühmte Juwelendiebin! Und jetzt plant sie ihr größtes Ding: Sie will die Kronjuwelen der englischen Königin stehlen! Ben ist Feuer und Flamme. Was für ein Abenteuer! Von nun an können die Freitage gar nicht schnell genug kommen.

David Williams: „Gangsta-Oma“ (ISBN: 978-3-499-21740-1; Rowohlt Taschenbuch; 272 Seiten; 10,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für August 2021

Susanne StraßerKann ich bitte in die Mitte?“

Lesealter: ab 3 Jahre

„Kommt, wir lesen ein Buch!“, ruft ein Kind und nach und nach versammeln sich alle auf dem Sofa. Kann es jetzt losgehen? – von wegen…

Eine lustige turbulente kleine Geschichte rund ums Vorlesen. 

Susanne Straßer: „Kann ich bitte in die Mitte?” (ISBN: 978-3-7795-0665-2; Peter Hammer Verlag GmbH; Wuppertal 2021; 22 Seiten; 14,90 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Kirsten BoieEin Sommer in Sommerby“

Lesealter: ab 10 Jahre

Die 12 jährige Martha und ihre Brüder Mats und Mikkel müssen die Ferien bei ihrer Oma verbringen. Diese Oma ist ein bisschen seltsam: sie wohnt ganz allein in einem abgelegenen alten Haus am Wasser, verkauft selbstgemachte Marmelade, hat weder Telefon, Fernseher noch Internet. Aber Hühner und ein Boot, das hat sie. Nach anfänglichem Unbehagen über diese sonderbare Oma wird es dann doch noch ganz schön bei Oma. Und ausgerechtet da gerät das ganze Sommerglück in Gefahr! Jetzt müssen wirklich alle zusammenhalten – denn darauf kommt im Leben ja an.

Übrigens: Es gibt bereits den Folgeband: Kirsten Boie: „Zurück in Sommerby“ (auch im „Lieschen“ zur Ausleihe). Sogar ein weiterer Band: „Für immer in Sommerby“ ist geplant und erscheint im Herbst 2022.
 
Lest gerne die ersten beiden Bände und schreibt mir über die Kontaktseite, wie ihr die Bücher fandet. Das würde mich sehr freuen! Tschüss und liebe Grüße Gisela
 
Kirsten Boie: „Ein Sommer in Sommerby“ (ISBN: 978-3-7891-0883-9; Verlag Friedrich Oetinger GmbH; Hamburg 2018; 319 Seiten; 14,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für Juli 2021

Juli ZehSocke und Sophie – Pferdesprache leicht gemacht“

Lesealter: ab 9-10 Jahre

Sophie liebt Pferde. Am liebsten ist sie auf dem Reiterhof, auch wenn sie nur einmal in der Woche reiten kann, weil Reitstunden so teuer sind. Außerdem fänden ihre Eltern es viel besser, wenn sie wie ihr kleiner Bruder Fußball spielen würde, auch weil das ein Teamsport ist. Doch dann bekommt Sophie eine Riesenchance: Sie darf sich um Socke kümmern, ein misshandeltes Pony, das niemanden an sich heranlässt. Sie soll dafür sorgen, dass er sich wieder berühren und später sogar reiten lässt. Dafür hat sie vier Monate Zeit. Dann soll Socke verkauft werden können. Wenn das nicht klappt? Dann bleibt wohl nur der Weg zum Pferdemetzger. Oh je! Natürlich gibt Sophie alles, um Socke zu helfen, damit er ein gutes Ponyleben führen kann. Zum Glück bemerkt eine erfahrende Reiterin, die ihr Pferd auch in diesem Stall stehen hat, Sophies Probleme und bringt ihr bei, die Sprache der Pferde zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. So kann sie nach und nach Sockes Vertrauen gewinnen.

Ein wirklich schönes und interessantes Buch und brandneu – für alle, die sich für Pferde interessieren.
 
Juli Zeh: „Socke und Sophie – Pferdesprache leicht gemacht“ (ISBN: 978-3-423-763257; dtv-Verlag; 96 Seiten; 14,95 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Sebastian MeschenmoserChick“

Lesealter: ab 4 Jahre

Sechs kleine Küken, eben erst geschlüpft – und eines von ihnen hat es schon jetzt faustdick hinter den Ohren. Chick träumt davon, bald ein stolzer, prächtiger Hahn zu sein. Einer, der den bösen Fuchs mit seinem Hahnenschrei in die Flucht treibt. Doch als Chick groß wird, kommt alles ganz anders als gedacht. Kein Hahnenkamm und keine prächtigen Schwanzfedern wachsen Chick – denn Chick ist ein Huhn! Aber Chick beweist: um stark und mutig zu sein, braucht man keinen Hahnenkamm!

Sebastian Meschenmoser: „Chick“ (ISBN: 978-3-522-45969-3; Thienemann-Esslinger Verlag; 64 Seiten; 16,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für Juni 2021

Aygen-Sibel Celik u. Markus GerhardsBrummsumm – Entdecke die Welt der Honigbienen“

Lesealter: ab 6-8 Jahre

Es summt vor Lenis Fenster. 

Leni staunt nicht schlecht, als sie an diesem Morgen aus dem Fenster schaut. Denn da fliegt eine kleine Biene, deren Sprache das Mädchen sogar versteht! Die Biene stellt sich als Ari vor. Eigentlich sollte sie in ihrem Stock sein und dort die Wabenkammern putzen. Doch ein Hornissenangriff hat sie aus ihrem Stock purzeln lassen und nun findet sie nicht mehr zurück. Wie gut, dass Leni an diesem Tag zu ihrem Opa fahren wollte. Der kennt nämlich eine Imkerin und zu der will Leni die kleine Biene bringen. Dort erfährt das Mädchen auch eine Menge über Bienen: Welche Aufgaben sie im Laufe ihres Lebens übernehmen, wie ein Bienenstock aufgebaut ist, wie Honig entsteht und warum Bienen so wichtig für die Natur sind.

Ein außergewöhnliches Buch, welches eine liebevolle Erzählung aus dem Kinderalltag mit spannendem Sachwissen kombiniert! 

Aygen-Sibel Celik u. Markus Gerhards: „Brummsumm – Entdecke die Welt der Honigbienen“ (ISBN: 978-3-964-550354; Moses-Verlag; 96 Seiten; 14,95 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Jill TwissEin Tag im Leben von MARLON BUNDO“

Lesealter: ab 5 Jahre

Tolles (nicht-nur-für) Kinder-Buch!  Genau mein Geschmack!!!

Marlon ist ein Kaninchen, das bei seinem Großvater Mike Pence, dem Vizepräsidenten der USA, lebt. Marlon ist immer sehr einsam – bis zu dem einen Tag, an dem sich sein Leben für immer verändern sollte …

Niedlich, witzig und liebevoll illustriert richtet es sich an jeden kleinen und großen Leser, der sich schon einmal „anders“ gefühlt hat. Ein Buch, das die Themen Toleranz und Gerechtigkeit kindgerecht aufbereitet und sich für Vielfalt, Demokratie und die gleichgeschlechtliche Ehe einsetzt!

Jill Twiss: „Ein Tag im Leben von MARLON BUNDO“ (ISBN: 978-3-7423-0764-4; Riva Verlag; 40 Seiten; 14,00 €); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für Mai 2021

Sabine Bohlmann: „Ein Mädchen namens Willow“ (Band 1 & 2)

Lesealter: ab 10 Jahre

Magische Geschichten über einen Wald und die Liebe zur Natur.

Was soll Willow denn mit einem Wald anfangen? Den hat sie nämlich von ihrer Tante Alwina geerbt. Und nicht nur den – ihre Tante hat Willow auch noch ein kleines windschiefes Häuschen hinterlassen und vor allem aber: ihre Hexenkraft.

Doch ob Willow dieses Erbe, mit allem was dazu gehört, wirklich annehmen möchte? Und dann soll sie auch noch drei Mädchen finden, die die Gabe des Hexens ebenfalls in sich tragen. Nur wo? Und vor allem, wie? Zum Glück ist Willow nicht allein, denn Rufus, der Fuchs, weicht nicht mehr von ihrer Seite. Fantastisch!

„Ein Mädchen namens Willow“ ist flüssig zu lesen, der Schreibstil  einfach zauberhaft. Mädchen im angegeben Alter werden Willow lieben.  (Den 2. Band habe ich leider noch nicht gelesen.)

Sabine Bohlmann: „Ein Mädchen namens Willow“ (Band 1; ISBN: 978-3-522506649 & Band 2; ISBN: 978-3-522507233); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Steve Small: „Mit dir ist sogar Regen schön“

Lesealter: ab 4 Jahre

Während das Aprilwetter etwas verrückt spielte, fiel mir das Buch von Steve Small in die Hände. 

Die Hauptfigur der Geschichte ist eine Ente. Sie mag kein Wasser und verbringt ihre Zeit gerne Zuhause, am liebsten allein, warm eingekuschelt mit einem Buch. Da kommt ein undichtes Dach in einer stürmischen Regennacht natürlich nicht gelegen.

Als dann auch noch Frosch verloren vor ihrer Tür steht, geht die Geschichte erst richtig los. Ente nimmt den kleinen, nassen Besucher erstmal bei sich auf. Zusammen begeben sie sich dann auf die schwierige Suche nach Froschs Zuhause und lernen sich dabei immer besser kennen.

Steve Small: „Mit dir ist sogar Regen schön“ (ISBN: 978-3-751200-36-3); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für April 2021

Sabine Bohlmann„Und plötzlich war Frau Honig da“ (Band 1) & „Frau Honig und die Schule der Fantasie“ (Band 4)

Lesealter: ab 8 Jahre

Familienvater Julius ist nach dem Tod seiner Frau völlig überfordert mit seinen vier Kindern, dem Haushalt und seinem Architektenjob. Plötzlich steht Elsa Honig unverhofft vor Familie Sommerfelds Tür. Sie kommt von der Vermittlungsstelle für Familien, denen alles über den Kopf wächst, der VFFDAÜDKW und soll als Kindermädchen Herrn Sommerfeld unter die Arme greifen.  Frau Honig wirbelt in ihrer eigenen, herzlichen Art den Alltag der Familie ganz schön durcheinander. Die Zwillinge Theo und Camille sowie ihre jüngeren Geschwister Betty und Hugo kommen bald aus dem Staunen nicht mehr hinaus.

Mit insgesamt 4 Bänden über Frau Honig, hat die Münchner Autorin Sabine Bohlmann vier zauberhafte, warmherzige und fantasievolle Geschichten geschrieben, die hinreißend erzählt und wunderschön illustriert sind. Im 4. Band wird Frau Honig an einem stürmischen Tag auf einen Schulhof geweht. Sie wird sofort von der Rektorin in Empfang genommen und versehentlich als Vertretungslehrerin vor eine Schulklasse gestellt. Die Kinder staunen nicht schlecht über ihre neue Lehrerin.

Sabine Bohlmann: „Und plötzlich war Frau Honig da“ (Band 1; ISBN: 978-3-522-50545-1) & „Frau Honig und die Schule der Fantasie“ (Band 4; ISBN: 978-3-522-50679-3); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Antonia Michaelis: „Prinzessin Alva und der hustende Feuerdrache“

Lesealter: ab 4 Jahre

Furchtlose Prinzessin rettet Räuber und Feuerdrachen!

Alva ist keine normale Prinzessin. Zwar liebt auch sie ihre Einhörner, hübsche Blumen und bunte Muscheln, aber gleichzeitig fürchtet sie sich keineswegs vor bösen Räubern und auch nicht vor dem schaurigen Lied des Feuerdrachen.  Vielleicht ahnt sie schon, dass mehr hinter der Sache steckt. 

Komm mit in den Räuberwald und finde es heraus!

Antonia Michaelis: „Prinzessin Alva und der hustende Feuerdrache“ (ISBN 987-3-7891-0974-4); Einfach ausleihen im „Lieschen“

Lesetipps für März 2021

Danny Baker: „Frida Furchtlos lädt zum Tee“

Lesealter: ab 4 Jahre

Frida Furchtlos, die witzige und mutige kleine Gans ist nicht gut im „Sich-Fürchten“! Nein!  Frida lässt sich weder von lautem Gebrüll noch von wilden Grimassen und wichtig tuerischem Gehabe beeindrucken. Weglaufen is‘ nicht, … nein! … Wolf, Fuchs, Bär und Löwe sind ratlos! Frida lädt stattdessen …. ein….. zum Tee. Ob das wohl klappt?

Ein herrlich lustiges Bilderbuch von Danny Baker zum Lachen,  Schmunzeln, Selber Lesen, Vorlesen, Vorlesen üben und nachspielen!

Danny Baker: „Frida Furchtlos lädt zum Tee”; Ars Edition Verlag, 32 Seiten; 15 Euro oder einfach ausleihen im „Lieschen“

Antje Leser: „Luftschlösser sind schwer zu knacken“

Lesealter: ab 14 Jahre

Jonas ist 17 und will nach dem Abitur studieren, er liebt Musik, jamt und hat einen guten Freund, Flo. Nika ist 15 und hat keine Zukunft. Ihr Clan zwingt sie zum Einbrechen in Häuser, zum „Homejacking“. 

Zwei Jugendliche treffen aufeinander oder besser: prallen aufeinander, die verschiedener nicht sein könnten. 

Der 17-Jährige mit den roten Haare lebt bei seinen finanziell gut gestellten Eltern. Nika dagegen ist bisher nur ab und zu in die Schule gegangen, über eine berufliche Zukunft muss sie nicht nachdenken. Mit sechs Jahren wird sie von einem angeblichen Onkel nach Deutschland gebracht wurde und zum Betteln gezwungen. Seit ihrem dreizehnten Lebensjahr muss sie in Wohnungen einbrechen um Autoschlüssel von Luxuslimousinen zu stehlen. Nika spürt aber, seit sie Jonas getroffen hat, dass es für sie im mafiösen Clan keinen Rückhalt gibt und sich niemand je für ihre Träume oder gar ihre Zukunft interessieren wird. Sie versucht auszubrechen mit Jonas und Flos Hilfe – kein einfaches Unterfangen.

Durch den Wechsel der Perspektiven und die dialogreiche, lineare Handlung entsteht eine dynamische Spannung …krass und fesselnd.  Sehr lesenswert!

Antja Leser: „Luftschlösser sind schwer zu knacken“; Magellan Verlag, Bamberg. 303 Seiten; 17 Euro oder einfach ausleihen im „Lieschen“